Dienstag, 1. April 2014

Schreibkurs "Kreatives Schreiben" an der VHS

Am Wochenende 21.03. bis 23.03. nahm ich an einem Schreibkurs der Volkshochschule Hamburg - VHS teil. Auch wenn ich von der Dozentin nicht so angetan war, habe ich das eine oder andere nieder geschrieben und schreibe die Ergebnisse nun hier hinein ab oder übertrage sie.

Freitag, 1. Abend

1. Aufgabe
Vervollständigen Sie den folgenden Satz in 15 Minuten.

Wenn der Winter ausfällt... bin ich glücklich, denn diese Jahreszeit war noch nie meine. Kälte, Schnee, dieses widerlich weiß blendende Zeug, das störend auf Wegen und Straßen zu Problemen führt, Eis, der Feind der wohligen Wärme, bah!

Doch, einen kleinen Vorteil hat der Winter, er macht die Untoten langsamer, wir können sie leichter erlegen, wenn wir auf Beutezug sind. Selbst in der Überzahl sind sie zu lahm für uns und wir können ihnen leicht unsere Hämmer in den Schädel rammen.
Auch müssen wir die Leichen nicht sofort wegschaffen, die Ratten kauen ungern an den gefrorenen Leibern.

Und doch wieder Nachteile: Auf dem Schnee rutscht man leicht aus oder kommt nur langsam voran, was eine Flucht schwieriger Macht. So kam Thomas ums Leben, der Depp! Statt rechtzeitig zu laufen wollte er „nur noch schnell die drei Untoten plätten“, das war das Letzte, was er sagte.
Kurz vor seinem ersten Schlag rutschte er aus, 5 Minuten Restzeit, schlug hart mit dem Kopf auf und blieb liegen. Ich wollte noch hin zu ihm, war aber zu weit weg, die Untoten zerrissen schon seine Beine, fraßen seine Wange und zerbissen ihm den Hals.

Schade, war kräftig gewesen um viel schleppen zu können…
Ende.

Kommentar: Die Geschichten und Texte habe ich per Hand! innerhalb der 15 Minuten niedergeschrieben und hier fast 1 zu 1 übertragen. Als ich noch 5 Minuten Zeit hatte, habe ich das notiert. Die Geschichte ist also in der Rohversion und müsste noch lektoriert werden. Auch müsste der Stil geprüft werden.

2. Aufgabe

Vervollständigen Sie den Satz in 20 Minuten.

Das Kind war fünf Jahre alt...
als wir es fanden. Es saß einsam in der verlassenen Wohnung. die Mutter lag tot im Hausflur. vor der Tür wankten einige Zombies und fraßen ihre Arme.

Als ich selbst fünf Jahre alt war, hab eich im Sommer immer draußen gespielt, auch wenn ich es gar nicht wollte, weil das Spielzeugauto nur für drinnen war. Mama zwang mich dann manchmal, draußen zu spielen. Klar, schnell war ich auch in der Sandkiste mit meinen Burgen beschäftigt und in Gedanken ein Ritter.

Heute kann kein Kind mehr draußen spielen, ohne das der Hof umzäunt ist und nicht mindestens ein bewaffneter Wachtposten aufpasst.

Dieses Kind war fünf Jahre alt, als es seine Mutter verlor, wir es aufnahmen und ihm das Überleben beibrachten. Auch Liebe versuchten wir zu vermitteln, doch scheiterten meine Frau und ich da kläglich. Tim wurde einer der härtesten, kältesten und gefühllosesten Untotenjäger dieser Stadt.

Als ich fünf Jahre alt war, wusste ich nicht einmal, das es Untote geben könnte, naja, gab es ja auch nicht, nur in Büchern und Filmen.
Nun haben wir schon viele von ihnen getötet. Tim seinen ersten als er sieben war. Er hat nicht mal mit der Wimper gezuckt und völlig kalt dem Untoten in den blutigen Schädel geschossen.

Als ich fünf Jahre alt war, hab ich mit Playmobil und Lego gespielt. 5 Minuten Restzeit. Mit sieben und acht auch noch. Und wir sind liebend gern im Wald rumgetobt, einer meiner Gummistiefel stecken immer noch irgendwo im Morast.

Tim, der war damals fünf Jahre alt, wird sich nicht an so was schönes erinnern können. Tim kennt nur ein Leben in Angst, kein Spiel sondern Ernst, wenn er vor die Tür geht um schießen zu üben.

Kommentar: Auch hier müsste der Stil noch überarbeitet werden, doch habe ich das erst mal 1 zu 1 abgeschrieben.
Nach dieser Geschichte war mein Ruf nicht mehr zu retten. Vor meinen folgenden Geschichten hatten sie schon Angst.
Der Dozentin gefiel der Part mit den Untoten nicht so und bat mich, die Absätze mit den Erinnerungen aus meiner Kindheit erneut und nur vorzulesen. Diese gefiel allen sehr gut.
Mir war das zu langweilig. In unserer Gruppe waren eher der Fantasy abgeneigt Teilnehmer.

Samstag, 2. Tag, ab 14:00


1. Aufgabe zum warm schrieben:
Würfeln dann 10 Minuten die Zahl 1 beschreiben

Was bedeutet für mich die Zahl Eins? I am the #One!
Als Rollenspieler kenne ich nicht nur die einfachen sechsseitigen Würfel, sondern auch die vier, acht, zehn und gar zwanzigseitigen Würfel.
Je nach System ist dann der Wurf einer Eins ein formidabler Erfolg oder genau das Gegenteil, ein fürchterlicher Patzer. Dieser hat zur Folge, dass die Aktion, die man mit seinem Charakter machen wollte, natürlich nicht nur nicht klappt, sondern man mit Sicherheit auch selbst in größte Nöte gerät, wenn nicht gar zu Schaden kommt. Die Eins ist also bei Rollenspielern eher gefürchtet.
Bisher blieb ich von diesem Unglück soweit verschont, als das meine Charaktere immer überlebt haben. Einem Agentenkollegen wollte ich mit dem Wurf einer Handgranate helfen und durch den Wurf einer Eins kullerte diese direkt vor seine Füße.
Er würfelte zu seinem Glück deutlich besser und überlebte diesen Patzer.

Ansonsten bedeutet die Eins eine gute Zensur, eine die ich selbst eher selten geschrieben habe. Ich kannte da eher die Drei oder die Vier.
Die Eins kann auch bedeuten der Erste in irgendetwas zu sein, was mir beim Sport auch oft gelang, am hinteren Ende der Skala. Der Erste war ich nie und hatte auch nie die Motivation dieser zu sein, sollen andere doch strampeln, ich hab Zeit.
5 Minuten Zeit sind es noch, das hat nichts mit der Eins zu tun und doch sind 5 Minuten 5 EINZELNE Minuten. In einer dieser Minuten kann vieles passieren oder ich einfach einen Tee trinken.
Grad fährt EIN Notarztwagen unter dem Fenster durch und ich wünsche ihnen einen ruhigen Dienst und dass sie, wenn es passiert, ihrem EINEN Patienten helfen können.
Hausnummern gibt es, da ist die Eins auf der ungeraden Seite, der Anfang einer Straße, wenn man Pech hat, einer sehr sehr langen Straße. Neulich musste ich zur Hausnummer 416, gar keine Freude bei Regen und Wind. Und dann natürlich auch umsonst, EINmal und nie wieder fahre ich dahin, dann doch lieber via Internet bestellen.
EINE Kollegin hier im Kurs schreibt auch digital, alle anderen mit Stift und Zettel, was ich auch schön finde.
EINE Apotheke sehe ich, EINE Einbahnstraße und YES einen Masarati. Geiles Auto, aber zu klein für mich, bin zu lang, EINEN Meter 96…
Nicht mehr EIN Jahr und ich bin bin 40 Jahre alt, meine EINE Frau freut sich schon.
Krasse Zahl, diese Eins. ;-)

Frage: Was braucht man für eine Geschichte?

Thema / Handlung / Plot, Person, Ort, Konflikt

Aufgabe: Unsere kurze Geschichte in 45 Minuten
Männliche Hauptfigur, Mitte 30, im Hotel in Hamburg, Hat Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch in der Werbeagentur war gut verlaufen, John hatte ein sehr gutes Gefühl, der Geschäftsführer der Agentur und auch die potentiell neuen Kollegen waren alle sehr freundlich gewesen. Die Stimmung unter den Kollegen und in der Agentur machte einen tollen Eindruck, er hatte das Gefühl, dass er hier arbeiten würde wollen.
So würde sein Wechsel von Berlin nach Hamburg leichter fallen, aber er musste raus, raus aus dieser Stadt. Berlin war nicht mehr seins, er wollte eine Luftveränderung, wie man so sagte. Und hier würde er Kati hoffentlich auch vergessen können.
Da er keine Lust hatte, nach diesem Gespräch sofort in sein Hotel zurück zu kehren, ging er spazieren. Immerhin lag die Werbeagentur mit ihrem türkisenem Dach am Ende des Fischmarktes und dieser war weithin bekannt, fast genauso berühmt wie der Kiez.
Als John an der roten Fischauktionshalle vorbeischlenderte, fiel ihm das Tor ein. Mitten im Vorstellungsgespräch hatte er danach gefragt. Direkt hinter dem Gebäude, in dem die Agentur beheimatet war, führte eine Straße nach oben auf eine der Hauptstraßen. Dazwischen aber gab es einen Einschnitt. Zwischen Haus und Hang verliefen alte Gleisbetten und diese mündeten in den ovalen Eingang eines dunklen Tunnelschlundes.

Der Schellfischtunnel.

Viel mehr hatten sie ihm nicht erzählt. Wussten sie wohl auch nicht. Die blonde Personaleren, fast noch ein Kind in seinen Augen mit ihren knapp 23 Jahren, hatte nur irritiert geschaut, als wollte sie sagen, dass dunkle, dreckige Tunnel sie nicht interessieren würden. Staub macht sich wohl nicht so gut auf den Designerklamotten.
John brauchte nicht lange zu überlegen, er wollte sich den Tunnel anschauen. Das Hotel war nicht weit, er zog sich um. Im Anzug und Lederschuhen würde er bestimmt nicht in den Tunnel stapfen. Sein Handy war aufgeladen, vom Hotelpagen lieh er sich noch eine kräftigere Taschenlampe und kaufte eine Flasche Wasser. Dann ging er los.

Inzwischen war es dunkler geworden In der Agentur brannte noch Licht. Eine verlassene Agentur hätte ihn auch gewundert. Es war ja erst zwanzig Uhr. Wenigstens konnten sie ihn so nicht sehen, es war zu dunkel. Langsam ging er auf die dunkle Tunnelöffnung zu. Das Betonmaul gähnte ihn mit Zähnen aus Stahl an. Diese Stahlzähne waren das Tor, an dem er vorbei musste. Erst vorsichtig, dann stärker rüttelte er daran. Die Kette klirrte und die Scharniere ächzten aber das Tor blieb verschlossen.

Er zog feste am Tor, hängte sich mit seinem Gewicht an die Streben und es schwang ein klein wenig auf. Genau so weit, wie die Ketten es erlaubten. Schlank war John, doch nicht SO schlank. Mit beiden Händen ruckelte er die Kette zurecht, ja, das half. Das Tor ging ein Stück weiter auf. Schnell zog er sich die Jacke aus, öffnete den Gürtel der Hose, ohne diese aus zu ziehen und zwängte sich erst mit dem Arm, dann mit der Schulter und letztlich mit Bauch und Hüfte durch die beiden Torhälften.

Kurz musste er lachen, wenn er daran dachte, seine zukünftigen Kollegen oder seine Freunde könnten ihn hier so sehen, verklemmt zwischen zwei Toren eines verlassenen, dreckigen Tunnels auf Hamburgs Fischmarkt. Wenn Kati das wüsste. Seine mangelnde Spontanität… nicht dran denken.

Durch! Endlich! Rasch zog er sich wieder an, ging einige unsichere Schritte ins Dunkel hinein und knipste dann erst die starke Lampe an. Ein schwacher Luftzug kam ihm entgegen, er roch Staub, Rost, etwas Müll. Egal! Weiter! Es gab nur eine Schienentrasse, auf dieser bewegte er sich lang. Hinter ihm verschwand langsam das nur noch wenig hellere Loch des Ausgangs. Wenn er schnell raus müsste…

John blieb stehen, atmete durch, sog die Luft durch die Nase ein und prüfte, was er roch. Gefährliches konnte er nicht entdecken. Etwas raschelte vor ihm. Doch als seine Lampe die Stelle erhellte sah er dort nur die Steine des Gleisbettes.
Um ihn herum war der Beton des ovalen Tunnels. Der Schellfischtunnel. Wozu baute man einen Tunnel mitten in der Stadt um ihn dann verrotten zu lassen?

Er ging weiter und musste aufpassen, nicht zu stolpern. Er war es einfach nicht gewohnt auf diesem Schotter zu gehen. Und der Abstand der Gleisbalken war nicht für seine Schrittlänge gemacht.
Hier und da lag Müll rum. Die Coladose dort war seit über zehn Jahren nicht mehr im Handel. Hier eine alte Tüte, an anderer Stelle ein altes Lagerfeuer mit Knochenresten. Na, als Zelt taugt der Tunnel allemal. Trocken von oben dürfte das hier sein.
Weiter ging er. Er hatte keine Vorstellung, wie lang dieser Tunnel überhaupt war. Egal, er nahm sich vor, nach einer Stunde zurück zu gehen, wenn er nicht was gefunden hatte. Da! Wieder dieses Rascheln. Sein Herz raste, Schweiß brach sich erstaunlich schnell seine ganz eigenen Bahnen aus seinem Körper heraus. Nicht nur die Stirn wurde feucht, sein T-Shirt könnte er nachher wechseln. Wenigsten ruhig atmen könntest du Depp! Sagte er zu sich selbst. Dann ein Quieken. Eine Ratte. Er schalt sich einen Narren, vor diesem kleinen Nager so in Panik zu geraten. Irgendwo im Dunklen verschwand sie und ward nicht mehr gesehen.

Weiter vorn in diesem dunklen Schlund war ein Licht, oder täuschte er sich? Weiter ging er, stolperte hier und da, hielt sich an der Wand fest, was seine Hand aufschürfte, doch das war ihm egal, da vorne wurde es heller.

Ja, da musste es einen Ausgang geben. Da er nicht wusste, wo er herauskommen würde, ging er leise, fast nur auf den Zehenspitzen und nur genau auf den Schwellen, dort verursachte er kaum Geräusche. Immer heller wurde der Ausgang. Oh nein! Wieder ein Gitter.
Da! Wieder eine Bewegung. Ein Mensch. Das kurze Flackern verriet ihn als Raucher. Je näher er kam, desto mehr konnte er erkennen. Sein rotes Oberteil wies ihn als Mitarbeiter einer Elektronikmarktkette aus. Lässig lehnte er gegen das Tor, welches den Tunnel nach außen verschloss.

John überlegte nur kurz, grinste dann hämisch und schlich sich weiter an das Gitter heran. Nun trennten ihn nur noch knapp dreißig Zentimeter und das Tor von dem rauchenden Mann, der gerade einen letzten Zug nahm. Vorsichtig schob er seine Hand durch das Gatter und legte ihm die Hand fest auf dessen Schulter und sagte dabei mit kräftiger Stimme:
„‘Tschuldign ‚Se? Könn se mehr helfen? Ick steck hier drinn fest, wa.“

Beinahe hätte der Elektronikmarkt einen neuen Mitarbeiter gebraucht. Der so angesprochene Mitarbeiter der Elektronikkette schrie auf, machte einen Satz nach vorne und schrie:
„Biss du bescheuert? Alter!“ und weitere Flüche, die an dieser Stelle nicht wiederholt werden sollten, stieß er aus. Seine Kippe landete irgendwo im Dunklen. Er selbst landete mit dem Hintern auf dem Vorplatz des Wareneinganges. Es vergingen einige Minuten, bis beide in der Lage waren, normal miteinander zu kommunizieren. John lachte der Mitarbeiter fluchte.

Letztlich half er ihm dann aus dem Tunnel heraus und John gab ihm nicht nur ein Bier aus. Toni, so hieß er, wurde sein erster Bekannter hier in Hamburg.

Kommentar: Diese Geschichte habe ich mir spontan ausgedacht und auf meinem Surface niedergeschrieben. Da ich 10-Finger-Tastschreiben kann, tippe ich deutlich schneller, als ich mit der Hand schreibe.
Feedback der Dozentin: Endlich keine Toten und Untoten.

Sonntag, Tag 3, 23.03.2014

Haiku

5 Silben
7 Silben
5 Silben

Lieblingsplatz
Gedicht 1
Wellen rauschen an den Strand
Mit diesem ich mein Leben gern verband.
Der feine Sand unter den Füßen mein,
lassen mich froh und glücklich sein.

Muscheln vor mir in großer Zahl,
drauf zu laufen eine schöne Qual.
Flache Steine will ich ditschern,
Vögel höre ich hier nicht zwitschern.

Möwen über mir kreischen,
nach ihnen will ich greifen.
Wellen rauschen an den Strand,
hier meine Ruhe ich immer fand.

Haiku 1
Draus im Wald ich bin,
Hier das Leben macht Sinn,
Froh immer hier ich bin.

Gedicht 2
SMS an meine Frau:
Boah…
Gedichte wir haben zu schreiben,
ich da hab zu leiden,
kann es nicht vermeiden.

Haiku 2
In der Stadt ist’s laut,
mir das auf die Seele haut,
mir die Ruh‘ das raubt.

Haiku 3
Ein Haiku ich schreib,
nur zum Zeitvertreib ich schreib,
damit hier ich bleib.

Gedicht 3
Gedichte sind nicht so mein Ding,
viel daneben mit ging.
Gedichte sind nicht so mein Ding,
mein Herz da wahrlich nicht dran hing.
Gedichte sind nicht so mein Ding,


Gedicht 4
Den Antrag machte ich meiner Frau,
zum Glück sie sagte Jau.
Nun bin ich glücklich hier,
verheiratet mit ihr.

Haiku 4
Ein Haiku ich schreib,
das Lernen des Reim‘s mich treibt,
der Zombie mir bleibt.

Haiku 5
Til Schweiger ich mag,
niemand dabei so verzagt,
die Bösen er jagt.

Kommentar: Aus der Aufgabenstellung ging für mich nicht hervor, dass wir auch statt der Gedichte eine Geschichte hätten schreiben dürfen. UND: Ich wusste bis dahin nicht, das Gedichte sich nicht reimen dürfen. Und die Haikus erst Recht nicht. Daher war dann wohl das Feedback der Dozentin "hast dich bemüht" und "Reim dich oder ich schlag dich" durchaus berechtigt. Ich hatte auch überlegt, ob ich diese Zeilen überhaupt online stellen soll, immerhin dienen sie lediglich als Beispiel wie man es NICHT macht, entschied mich dann doch dafür.

Inzwischen schrieb ich Haikus ohne Reim mit finsterem Bezug.


Aufgabe: Denkt euch dazu irgendeinen Text / Geschichte aus.

Uns wurde ein Bild der Krypta Quedlinburg gezeigt.

Ein Pergament:
„Tief unter den alten Gemäuern der Kathedrale finden Ihr die Krypta, junger Freund.
Gut bewacht der Eingang ist und versteckt.
In sie Ihr eindringen müsst und finden, was versteckt wurde. Von hohem Wert und großer Gefahr es ist. Nicht berühren Ihr es dürft!
Nehmt das Tuch, welches ich Euch bringen ließ. Es schützen Euch soll.
Hinter den sieben Säulen ein Altar steht, dort Ihr hingehen sollt. Versteckt der Hebel den Ihr finden müsst. Bewegt ihn, eine Platte sich öffnen wird.
Achtet die Falle, die wir einst anbringen ließen. Die hölzerne Schatulle an Euch nehmt,
nehmt sie ganz, nehmt nur den Inhalt, doch berührt ihn nicht!
Der Feind es nicht bekommen darf, sonst wir verloren sind.
Unter der Gefahr Eures jungen Lebens, bringt es her zu mir,
bringt es! Bringt es bald!“

Dies ward meine Aufgabe, welche mir, Balthasar, auferlegt wurde von meinem Herrn und Meister, Ignatius von Bornkarst im kalten Januar des Jahres 768. Die Kälte würde nicht mein ärgster Feind werden, nein. Froh würde ich sein, wenn ich die schmerzende in alles eindringende Kälte überhaupt noch spüren würde, hätte ich erst einmal Es gefunden. ‚Viel Feind, viel Ehr‘ sagte einst lachend ein Offizier zu mir, kurz bevor er in einer Schlacht schwer verletzt niederging und später jämmerlich verstarb. Viel Feind hätte ich dann, schon auf dem Weg dahin und erst Recht auf dem Weg zurück, zurück zu meinem Herrn und Meister.
Schützen könnte nur ich selbst mich, vertrauen gar niemandem. Und sterben, nein sterben dürfte ich nicht. Ich, Balthasar war der Dieb, der Meisterdieb sprachen sogar einige. Diese Aufgabe würde, so ich sie überlebte, mich unsterblich in die Geschichte eingehen lassen. Wenn ich sie überlebte.

Kommentar: Auch hier keine Toten, man war erfreut.

Letzte Aufgabe, 13:45

Spruch lesen, beantworten:
Verdient die Wirklichkeit dieses Misstrauen?

Ja.
Denn was haben wir gelernt aus der Vergangenheit? Nichts!
Weiterhin werden zahlreiche Kriege geführt,
überall unser schöner Planet zerstört,
sinnlos Tiere getötet,
die vollständige Überwachung immer weiter ausgebaut,
die Industrie von den gewählten Volksvertretern,
entgegen den Wünschen der breiten Mehrheit des Volkes, bevorzugt, und so weiter.

Da lobe ich mir doch die Fantasie. In selbiger kann ich ein Held sein, kann ich gegen Unbill kämpfen, gegen Ungerechtigkeit und machthungrige Einzelne.
Dort mach ich mir die Welt, wie sie mir gefällt.

Kommentar: Zugegeben, ich war müde, mir war kalt, eine Erkältung griff nach mir und so hatte ich auf diesen schusseligen Satz, welcher aus einem kleinen schwarzen Buch von sogenannten Künstlern stammt arge Probleme, den Satz und die Aufgabe ernst zu nehmen.

Fazit aus dem Kurs:

Schreiben macht Spaß, die Dozentin war mit uns drei Geschichtenschreibern überfordert. Texte, welche länger als 20 Seiten hatten, war für sie viel. Sie ist Lyrikerin, schreibt als Gedichte und sowas, Fantasy ist nichts für sie.
Ich lasse die Finger von Gedichten und Haikus, wobei ich morbide Haikus in meine Geschichte einbinden werde. Spannend(er) schreiben habe ich dort nicht gelernt, ich mache mit meiner Geschichte weiter.

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